2008-12-28

Relevante medizinische Web2.0-Dienste im Jahr 2008

2068881 Der Medizinbibliothekar Dean Giustini von der University of Britisch Columbia hat in seinem Blog eine Liste der medizinischen Web2.0-Dienste zusammengestellt, die aus seiner Sicht im Jahr 2008 am häufigsten erwähnt worden sind. Darunter sind Social Communities für Patienten, Wissenschaftler und Ärzte, Informationsplattformen wie Wikis oder auch individualisierte Medizin, etwa persönliche Gentests. Die Dokumentation ist natürlich nordamerika-lastig, bietet trotzdem einen Einblick in die Ideen, die rund um die Nutzung des Internets für Medizin und Gesundheit entwickelt werden.

Einige der Angebote haben den Charme der Quacksalber, wie sie in Western ihre Tinkturen anpreisen. Das gehört unvermeidlich zum wilden Westen des  Internets dazu. Von Aussen ist schwer zu beurteilen, z.B. wie aktiv eine Social Community ist und ob sie die erwartete Unterstützung bei den spezifischen Gesundheitsproblemen geben kann.

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2008-12-05

Herausforderungen durch Youtube bei der Patienteninformation

Der durch Warnhinweise ergänzte Werbeclip für einen Stent mit Medikamentenfreisetzung des Unternehmens Abbott auf Youtube. Selbst in den USA, dem Land der fast unbegrenzten Pharmawerbung dürfen Medizinprodukte, die in komplexen chirurgischen Eingriffen vewendet werden, nicht ohne angemessene Warnhinweise beworben werden.

Der Clip hat in einer Version ohne die 95 Sekunden Warnung am Endes des 130-sekündigen Videos, die bis gestern bei Youtube zu sehen war, gegen Gesetze verstossen. Diese Ansicht vertritt die Initiative Prescription Project und hat die Aufsichtsbehörde FDA aufgefordert, entsprechende Maßnahmen auch gegen andere Hersteller zu ergreifen. Die FDA soll dafür sorgen, dass Werbevideos von Abbott, Medtronic und Stryker aus Youtube verschwinden.

The videos raise serious questions about whether drug and device companies are using the Internet to skirt laws that safeguard consumers.

So begründet Allan Coukell von Prescription Project die Petition, auf die die FDA innerhalb von 6 Monaten antworten muss.

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2008-11-06

Gesundheitswesen 2020 - zentrale Steuerung oder offener Markt?

Im Jahr 2020 ist das deutsche Gesundheitswesen weitgehend liberalisiert. Die frühere Trennung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wurde abgeschafft. Der Staat legt nicht mehr wie bisher im Einzelnen fest, welche medizinischen Behandlungen, Untersuchungen und Arzneimittel von den Krankenversicherungen bezahlt werden müssen. Es gibt lediglich die allgemeine gesetzliche Pflicht, alle medizinisch notwendigen Behandlungen zu bezahlen.

DELPHIWas wie der Traum eines neoliberalen Gesundheitsministers aussieht, ist ein Szenario in der Delphi-Studie “Zukunft des Gesundheitswesens”. Über das deutsche Gesundheitswesen im Jahr 2020 haben sich das Berliner Institut IGES und 14 Experten Gedanken gemacht und in einer Delphi-Befragung drei Szenarien entwickelt. In einem weiteren Schritt bewerteten etwa 60 Vertreter von Ärzten, Kliniken sowie privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen diese Szenarien. Zusätzlich wurden in einer repräsentativen Umfrage zu jedem Szenario rund 1200 Patienten befragt. Finanziert wurde das Projekt von Janssen-Cilag, einer Tochter des Pharmaunternehmens Johnson & Johnson.

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2008-09-14

Outsourcing nach Indien

Pharmacy in India Indiens Pharmaindustrie ist weiter im Aufwind. Eine hohe wissenschaftliche Qualifikationen, das Potential englischsprachiger Ärzte und Chemiker, modernste Ausstattungen und geringe Kostenstrukturen sorgen dafür, dass das bisher für die Entwicklung und Herstellung von Generika bekannte Land mit Eigenentwicklungen den Weltmarkt beliefern will. “Big Pharma” ist dabei, dieses Ziel durch Forschungskooperationen und Outsourcing der Medikamentenentwicklung zu unterstützen.

Im Mai hatte Merck & Co. verkündet, die Entwicklung von Medikamenten nach Indien zu verlagern. Die BusinessWeek beschreibt in einem Artikel Indiens Weg vom geächteten Patentbrecher zum gefragten Forschungspartner und Hoffungsträger bei neuen innovativen Medikamenten.

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2008-08-10

Studie: Roche wird 2014 Pharma-Marktführer sein

In den nächsten Jahren verlieren viele Blockbuster-Medikamente den Patentschutz. Für die Pharmaunternehmen entfällt dadurch bis zu 40% des Umsatzes innerhalb kurzer Zeit, ohne dass diese Einbußen ausgeglichen werden können. Wie dies den Pharmamarkt durcheinander wirbeln könnte, hat die Beratungsfirma EvaluatePharma untersucht.

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